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Der Hopfenmarkt heute…

Den Markt „Hopfenmarkt“ gibt es schon seit dem Mittelalter, ist er doch einer der ersten in ganz Hamburg.

In seiner heutigen Form – größenmäßig etwas abgespeckt – gibt es ihn seit 1974. Der damalige Präsident des Landesverbandes des ambulanten Gewerbes und der Schausteller, Josef Schippers, wurde von der Politik gebeten, dort einen Markt aufzubauen. Es wurde ein Antikmarkt daraus, der schon bald zu einem „richtigen“ Wochenmarkt umfunktioniert wurde, es gab Obst, Gemüse, Fisch, Blumen und wurde ein voller Erfolg.

Er fand jeden Donnerstag statt und wegen des großen Andrangs entschloss man sich, auch dienstags Markt zu machen.

Dieser Wochenmarkt war in vielerlei Hinsicht eine Novität: es war der erste Wochenmarkt, der nicht unter bezirklicher Obhut stattfand, sondern vielmehr von einer Berufsorganisation betreut wurde: dem Landesverband des ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg, die Berufsorganisation der Wochenmarkthändler und Schausteller. Außerdem sollte sich schon bald zeigen, dass dies ein echter „Büromarkt“ war: während auf anderen Wochenmärkten schon morgens reger Betrieb herrschte, kamen hier die Kunden erst im Laufe des Vormittags - nämlich aus den Büros, während der Mittagspause.

Der Hopfenmarkt sollte der erste in einer Reihe vom Landesverband betriebenen Wochenmärkten werden, einer Reihe, in der Sie auch weitere Büromärkte finden werden. Besuchen Sie uns an der City-Nord – Dakarweg – oder in der City-Süd – Hammerbrookstraße/Sachsenfeld.

Doch zurück zum Ursprung: flexibel wie Markthändler nun mal sind, wurden die Marktzeiten geändert, ab sofort fand der Markt von 10 Uhr bis 14.30 statt – daran hat sich bis heute nichts geändert.

Und weil es ein Büromarkt ist und die Kunden in der Mittagspause in erster Linie ihren Magen verwöhnen wollen, ist der Imbissbereich das Herzstück dieses Wochenmarktes. Hier gibt es für jeden etwas: mehrere Sorten Würstchen, Schaschlik, Champignons, Crepes nebst Pommes oder Backkartoffeln und Salaten, ständig wechselnde Tellergerichte, Backfisch, Fischbrötchen und ein großes Sortiment von der Pferdewursttheke. Vervollständigt wird das Angebot von allen Arten von Blumen – Beet- und Balkonpflanzen und Schnittblumen – außerdem gibt es Obst, Gemüse, Südfrüchte, eine große Auswahl an Nüssen und Trockenfrüchten, für Leckermäulchen auch in Schokolade und mit Schnaps, es gibt Süßwaren, Aufschnitt, Brot- und Backwaren, nicht zu vergessen ein Papeteriestand, die Textilien und ein größeres Angebot an Bio-Artikeln und Tausendundein Korb.

Außerdem wird immer noch Platz gelassen für „überraschende Gäste“. Das sind die so genannten unständigen Händler, die in unregelmäßigen Abständen unseren Wochenmarkt besuchen und damit immer wieder anders aussehen lassen: Schmuck, Fensterpolitur, Bratpfannen, saisonbedingt auch Eis und Weihnachtsdekoration und noch vieles andere mehr.

Dieser Markt ist mehr als nur Einkaufsmöglichkeit – gemütlich klönen, Neuigkeiten austauschen, einfach nur rumsitzen und durch die Bäume – zumindest im Sommer – in den Himmel spähen, eigentlich muss man gar nicht darauf hinweisen, dass dieser Markt schon äußerlich „ne Menge hermacht“.

… und damals

Es war irgendwann 1972, als der Bezirksamtsleiter Karl Kalff die Idee hatte, den Platz an der Nicolaikirche etwas belebter zu gestalten. Er bat seinen Duzfreund und Genossen Josef Schippers, damals Präsident des Landesverbandes, dort wöchentlich einen Antiquitätenmarkt aufzubauen.

Präsident Schippers delegierte diese Aufgabe an seinen Schaustellerkollegen, den amtierenden Präsidenten Franz Marx („Franz, mach Du das! Du kannst das am besten!“).

Gesagt, getan, rumgefragt – und so gab es erstmals am 21.9.1972 auf dem „Platz an der Nicolaikirche“ – dem Hopfenmarkt – samstags einen Antiquitätenmarkt, an dem anfangs ca. 6 Händler teilnahmen.

Nach wenigen Wochen fand Kollege Marx, der mit Fischbrötchen auf dem Hopfenmarkt stand, dass er sich um diesen neu aufzubauenden Markt zu wenig kümmern konnte, da er mit seinem Geschäft auch viele Märkte außerhalb Hamburgs bereiste. Und er übergab das Baby „Hopfenmarkt“ an den Kollegen Henri Moritz, Leiter der Fachgruppe VII im Landesverband.

Henri funktionierte diesen Markt denn auch gleich zum regulären Wochenmarkt um, zuerst änderte er den Wochentag, nunmehr fand der Wochenmarkt donnerstags statt, später änderte er auch die Öffnungszeiten von 9-18 Uhr auf 10-15 Uhr, da außerhalb dieser Zeit offensichtlich kein Bedarf vorhanden war.

Außerdem machte er mächtig Werbung für das neue Projekt sowohl im „Marktbericht“, als auch bei den Kollegen auf den anderen Wochenmärkten, und tatsächlich, langsam füllte sich der Markt, mehr noch, er wurde sehr gut angenommen. Er war der erste „Büromarkt“ Hamburgs, denn dieser Wochenmarkt wird in erster Linie von den Beschäftigten in den umliegenden Büros als Einkaufsquelle genutzt. 1985 wurde aufgrund der großen Nachfrage auch der Dienstag zum Markttag erklärt, und so ist es bis heute geblieben.

Von Anfang an, seit Henri Moritz auf dem Hopfenmarkt das Kommando übernahm, ist er dabei – Rolf Moritz, seinerzeit noch bei seinem Vater Henri „in Lohn und Brot“. Auch damals regelte er schon das Marktleben auf dem Hopfenmarkt mit, entweder zusammen mit Henri , oder „i.V.“, wenn Henri unabkömmlich war, und das war er irgendwann immer öfter, denn Henri verlagerte einen Teil seiner Aktivitäten in die Sonderveranstaltungen.

Seit 1983 also ist Rolf Moritz, mittlerweile längst selbständiger Fischfeinkosthändler, Marktmeister auf dem Hopfenmarkt. Der Händlerstamm ist in über 20 Jahren auf ca. 30 feste Kollegen angewachsen, die den Hopfenmarkt regelmäßig beschicken. Dennoch, so Marktmeister Moritz, für unständige Händler ist immer noch Platz. Manchmal hat er direkt zuwenig davon, denn die Nachfrage ist „je nach Wetterlage“ groß. „Vom Platzmangel bleibt unser Spezialistenplatz jedoch unberührt“ ergänzt er, „denn meistens wird er in Anspruch genommen“.

Seit 1990 teilt sich Rolf Moritz die Marktmeisteraufgaben mit dem Imbisshändler Volkert Zinke, dem u. a. die Platzvergabe obliegt und der immer wieder das Kunststück fertig bringt, alle wartenden Kollegen „zu versorgen“ und wie gesagt, manchmal wird es ganz schön eng. Aber das kann eigentlich ganz gemütlich sein, und das ist es eigentlich immer auf dem Hopfenmarkt, denn unter den Kollegen herrscht ein freundschaftliches Klima, und vielleicht ist es teilweise auch das, was die inständigen Händler anzieht.

Denn die stets guten Geschäfte können es eigentlich nicht sein, leider blieb nämlich auch der Hopfenmarkt nicht von der allgemeinen Rezession verschont. „Die Konkurrenz des Einzelhandels rund um den Hopfenmarkt zu zugenommen, hinzu kommt, dass mittlerweile im Umfeld viele Büros leer stehen, man hört täglich von Kunden, die sich verabschieden, weil ihre Firmen aus der Innenstadt wegziehen“, stellt Marktmeister Moritz fest.

Bliebe noch ein Wort zur Verbandspräsenz zu sagen – schon Henri Moritz legte großen Wert auf Verbandszugehörigkeit der Hopfenmarkthändler, und das ist auch bei Rolf Moritz nicht anders. „Die Stammbeschicker sind alle im Landesverband organisiert, eine Trefferquote von 100% gewissermaßen, und die meisten Unständigen sind es auch.“

 

 



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